„Too Late“ von Colleen Hoover – Ein furchtbar gutes Buch

So oft habe ich schon den Namen Colleen Hoover auf Instagram gesehen und gerade in letzter Zeit häuften sich die Posts über das Buch „Too Late“. Gefühlt jeder hat es gelesen und hat seine Meinung darüber abgegeben. Nun auch ich …

Klappentext:

Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält.
Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf …

Was passiert in dem Buch „Too Late“?

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Sloan ist jung und trotzdem hat sie schon sehr viel Leid in ihrem Leben erfahren müssen. Sie ist in einer grauenhaften Beziehung mit dem Drogendealer Asa und das nur, damit Asa weiterhin das Geld für den privaten Pflegeplatz ihres Bruders zahlt. Die Beziehung ist nicht nur auf „normale“ Art und Weise schrecklich. Er nimmt sich immer was er möchte und achtet dabei absolut nicht auf ihre Gefühle. Möchte er Sex, gibt es Sex- Ob Sloan will, ist egal und Widerworte werden nicht geduldet. Sloan fühlt sich schon lange nicht mehr wohl in dem Haus, aber wo soll sie sonst hin? Ihre Mutter ist eine „Vollkatastrophe“ und sie muss doch dafür sorgen, dass ihr Bruder seinen Platz behält. Aus dem Grund bleibt Sloan bei Asa und lässt sich jeden Tag das Leben zur Hölle machen.
Das Tragische ist allerdings, dass Asa Sloan wirklich liebt und sie für ihn das Beste auf der ganzen Welt ist. Er hat nie gelernt das richtig zu zeigen und denkt, dass seine obsessive Liebe erwidert wird. Dass sie ihn innerlich hasst, ist ihm nicht klar.

In dieses Durcheinander kommen Carter und Dalton, die sich für Asas Geschäfte interessieren und Teilhaber werden wollen. Dass sie insgeheim Undercovercops sind, soll so lange wie möglich unter Verschluss bleiben. Allerdings geschieht das Unmögliche und Carter (der eigentlich Luke heißt) verliebt sich in Sloan, die neben ihm im Spanischunterricht sitzt, in den hineingeschleust wurde. Und sie findet ihn auch sehr interessant, allerdings gibt es noch Asa. Und wenn Asa mitbekommt, dass jemand anderes sich an „seinem“ Mädchen vergreift, dann ist derjenige tot. Das meint er absolut ernst. Dass er jede Nacht mit anderen „Nutten“ schläft, ist dabei irrelevant, denn seine Sloan ist keine Nutte und ihm sehr wichtig.
Doch Sloan gerät immer weiter hinein in den Spagat zwischen Carter/Luke und Asa. Noch kennt sie Carters wahren Hintergrund nicht. Damit würde sie nämlich nicht nur ihn, sondern auch sich in Lebensgefahr bringen.

Allerdings haben Lügen immer kurze Beine und Asa ist ein sehr hinterhältiger und schlauer Mensch…

Der erste Satz:

„Warme Finger sind mit meinen verflochten und drücken meine Hände tief in die Matratze.“
– Seite 9, Kapitel Eins, Sloan

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Wie hat mir das Buch „Too Late“ gefallen?

Puh, also einfache Lektüre war das sicherlich nicht. Dieses Buch hat aber dafür gesorgt, dass ich mich dazu zwingen musste, es weg zu legen, da ich nicht mehr genug bekommen konnte. Ich wollte, dass es Sloan besser geht und sie ein schönes Leben hat. Das war meine größte Motivation weiterzulesen.

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Das Buch ist aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben: Asa, Sloan und Carter/Luke. Normalerweise stört mich das massiv, aber zu diesem Buch hat es gepasst. So konnte ich auch Asa verstehen, der Sloan wirklich für die beste Frau hält, aber sein Verhalten das nicht zeigen kann. Nur aus Sloans Perspektive sieht er natürlich aus wie das größte Arschloch, allerdings hatte ich (so leid es mir auch tut) Mitleid mit Asa. Es ist natürlich unverzeihlich, was er den ganzen Mädchen antut, aber durch seinen Hintergrund habe ich mir nur gedacht „Was wäre, wenn er eine gute Kindheit gehabt hätte?“.

Die Story ist super spannend und herzzerreißend. Die Mischung zwischen dem Detektivspiel von Ryan und Luke und der emotionalen Achterbahn von Sloan ist hier richtig gut gelungen.
Allerdings wissen viele bestimmt schon, dass das Buch etwa 160 Seiten Epilog, Prolog, Epilog zum Epilog, … hat. Das ist irgendwie schade, da zum Schluss so viel durcheinander erzählt und in der Zeit gesprungen wird.

Zum Schluss schreibt und warnt Colleen Hoover auch, dass es in diesem Buch detaillierte und harte Missbrauchsszenen gibt und beschrieben werden. Ich werde dadurch zum Glück nicht getriggert, aber ich kann mir vorstellen, dass es für einige andere Leser schwierig sein kann, weshalb es hier sinnvoll gewesen wäre, es im Vorfeld irgendwie kenntlich zu machen.

Dennoch kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es hat mich atemlos gemacht, ich saß da und habe gelitten. Ich habe mit Sloan gelitten, weil es so gut geschrieben war, dass ich mich in sie hineinversetzen konnte. Ich konnte Asa verstehen und seine Ängste nachvollziehen. Das Buch „Too Late“ ist mehr als nur eine kurze Geschichte, da es im Kopf hängen bleibt.
Gänsehaut pur!

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Too Late“

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Autorin: Colleen Hoover
Titel: Too Late
Verlag: bold bei dtv
ISBN: 978-3-423-79044-4
Preis: 14,90 €
Seiten: 464
Erschienen am: 22. März 2019

Ein Gedanke zu “„Too Late“ von Colleen Hoover – Ein furchtbar gutes Buch

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