„Love to Share – Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O’Leary – Ein Bett mit einem Fremden teilen?

Kann das funktionieren, sich eine Wohnung  und ein Bett (!!!) mit einem fremden Menschen zu teilen, ohne sich zu sehen? „Love to Share“ beruht auf irgendeine Art und Weise auf einer wahren Geschichte. Beth O’Leary – die Autorin – hat mit ihrem Freund zusammengewohnt, aber sie haben sich aufgrund verschiedener Arbeitszeiten kaum gesehen. Aus diesem Dilemma sind Leon und Tiffy entstanden.

Klappentext:

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln …

Was passiert in dem Buch „Love to Share„?

20190709105348_IMG_3809-01.jpeg

Tiffy sucht dringend eine Wohnung. Sie hat sich endlich von Justin getrennt, der ihr definitiv nicht gut getan hat. Allerdings gibt es in London für ihr Budget keine Wohnungen, in die man gerne einziehen möchte. Wenig Platz und Schimmel sind an der Tagesordnung. Mo und Gerty – Tiffys Freunde – sind absolut nicht überzeugt und wollen Tiffy schon bei sich selbst aufnehmen. Bis sie auf eine interessante Anzeige trifft.

Leon hat eine Ein-Zimmer-Wohnung und arbeitet jede Woche in der Nachtschicht, weshalb die Wohnung die Hälfte der Zeit frei ist. Er braucht Geld und will seine Wohnung für die Zeit vermieten, in der er sowieso nicht da ist. Allerdings möchte seine Freundin Kay nicht, dass er die Bewerber trifft oder jemals zu Gesicht bekommt. Aus diesem Grund regelt sie die Angelegenheiten.

20190709105305_IMG_3807-01.jpeg

Tiffy trifft sich mit Kay und merkt sofort, dass Kay froh ist, dass Tiffy die Bewerberin ist. Für Kay ist Tiffy keine Konkurrenz und gibt ihr den Zuschlag für die Wohnung. Bedingung ist, dass die Zeiten klar geregelt sind. Tiffy hat die Wohnung für den Abend und die Nacht sowie für das Wochenende, da Leon da bei Kay ist. Und Leon hat die Wohnung für die restliche Zeit.

Das Leben hält sich aber nicht an Regeln.

Die beiden teilen sich ein Bett und eine Wohnung. Das zeigt natürlich viele Facetten einer Persönlichkeit. Tiffy lernt zum Beispiel anhand der Position der Kaffeetasse von Leon ablesen kann, wie er drauf ist. Entgegen Kays Regel fangen die beiden an, miteinander zu kommunizieren und zwar mit Post-Its. Innerhalb weniger Wochen ist die ganze Wohnung gepflastert und an den Wänden finden sich traurige, glückliche und lustige Nachrichten wieder.

Tiffy und Leon. Eine Geschichte, bei der man eigentlich schon weißt, wie sie endet, aber die trotzdem lesenswert ist.

Der erste Satz:

„Einen Vorteil hat es ja schon, wenn man verzweifelt ist: Man wird viel offener.“
– Seite 9, Tiffy, Kapitel 1 

20190709105357_IMG_3810-01.jpeg

Wie hat mir das Buch „Love to Share“ gefallen?

Der Hype auf Instagram ging natürlich auch nicht an mir vorbei. Beinahe jeder hat dieses Buch in die Kamera gehalten und davon geschwärmt. Ich bin dem Randomhouse-Verlag sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit des Leseexemplars bekommen habe. Schon bei der LBM im Frühjahr habe ich bei der Vorstellung aufgehorcht. Dennoch habe ich nicht gedacht, dass mich dieses Buch so begeistern wird.

20190709105340_IMG_3808-01.jpeg

Auf der Rückseite des Buches steht, dass Beth O’Leary die neue Jojo Moyes sei. Und ich muss sagen, dass ich an vielen Stellen an „Ein ganzes halbes Jahr“ denken musste. Tiffy und Leon haben ihre eigene Welt erschaffen, in die sie den Leser mitnehmen.

Die Geschichte ist abwechselnd geschrieben. Jeweils ein Kapitel aus Tiffys und ein Kapitel aus Leons Sicht. Die Idee, dass sich die beiden wirklich nie in der Wohnung treffen, ist genial, weil die beiden dennoch Spuren hinterlassen und sich trotzdem kennenlernen.

Trotzdem ist es logisch, dass sich die beiden Mitbewohner irgendwann über den Weg laufen. Doch diese Begegnung ist grandios durch O’Leary beschrieben worden.

Die Hintergrundgeschichten der beiden gehen nicht unter, da beide ihre Probleme (Leon – einen Bruder der unschuldig im Gefängnis sitzt und Tiffy – ihren Stalker-Ex Justin) haben. Das Buch ist natürlich nicht schmal und innerhalb von 2 Stunden zu lesen, aber ansonsten wären die Figuren auch flach und der Charme wäre nicht übergesprungen. Tiffy wirkt auf mich wie eine herzliche, verwirrte, flippige und fröhliche junge Frau, die gerne bunte Kleider trägt – wie eine nette Freundin.

Schlussendlich bin ich der Meinung, dass „Love to Share“ ein ideales Urlaubsbuch für den Sommer ist. Die Handlung ist nicht stringent und hat unvorhersehbare Wendungen. Ein Feel-Good-Buch mit Lächelgarantie.

Hier könnt ihr euch das Buch auch noch selber ansehen 😉 

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch

20190709105254_IMG_3804-01.jpeg

Autorin: Beth O’Leary
Titel: Love to Share
Originaltitel: The Flatshare
Verlag: DIANA
ISBN: 978-3-453-36035-8
Preis: 9,99 €
Seiten: 480

Ein Gedanke zu “„Love to Share – Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O’Leary – Ein Bett mit einem Fremden teilen?

  1. Pingback: 2019 – Welt voller Bücher

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s