„Die Einsame im Meer“ – Die Hintergrundgeschichte der Seehexe Ursula

Die neuen Geschichten rund um die Disney Bösewichte (oder auch Villains) belagern die Buchhandlungen und Regale. Das Biest und Schneewittchens böse Stiefmutter haben schon ihr eigenes Buch bekommen. Nun im dritten Teil ist Ursula aus der Disney-Abhandlung von Arielle – Die Meerjungfrau an der Reihe.

Klappentext:

Die Geschichte der Meereskönigstochter Arielle ist ein großes Märchen der Weltliteratur. Es geht darin um das Verlieren, Wiederfinden und Aufbegehren. Immer will Arielle mehr, als ihre Welt ihr bieten kann, und ihr Vater verlangt, dass sie innerhalb der Grenzen seiner Welt bleibt. Ihre Rebellion kostet die kleine Meerjungfrau ihre Stimme und fast ihre Seele. Aber die Kraft des Guten überwiegt, und Ariel taucht stolz und unverändert auf. In diesem Buch wird das Märchen erstmals als spannender, psychologisch einfühlsamer Fantasy-Roman erzählt..

 Was passiert in „Die Einsame im Meer “?

Die Geschichte um Arielle ist bereits bekannt. Die kleine Meerjungfrau hat sich in den Menschenjungen Eric verliebt und tauscht ihre Stimme gegen ein paar Beine. Ursula – Bösewicht wie sie nun einmal ist – hat einen Trick in den Vertrag eingebaut. Beinahe verliert Arielle auch ihre Seele an ihre Tante. Es wäre aber kein Disney, wenn die Geschichte nicht gut ausgehen würde.

In diesem Buch soll es um den Hintergrund gehen. Warum hat Ursula so gehandelt? Gab es noch andere Faktoren?

Triton – Arielles Vater und Ursulas Bruder – regiert das Unterwasserkönigreich allein, obwohl Ursula auch Anteile zustehen. Verständlicherweise ist sie aus diesem Grund nicht gut auf ihren Bruder zu sprechen. Ursula versucht Triton Steine in den Weg zu stellen und kommt auf die – ihrer Meinung nach – grandiosen Idee, dass es ihm am meisten weh tun wird, wenn sie seine Tochter angreifen würde. Somit war der Plan erschaffen.

Eine große Rolle in der Geschichte spielen die drei verdrehten Schwestern, die alle verzauberten Dinge in die Wege leiten und die Strippen im Hintergrund ziehen. Sie standen auch schon im Mittelpunkt der Geschichte rund um das Biest (aus „Die Schöne und das Biest“), da die Schwestern den Fluch ausgesprochen haben, der das Biest erschaffen hat. Außerdem haben sie es die ganze Zeit beobachtet, ob ihr Plan auch ja in Erfüllung geht. Auch in diesem Buch wird viel über die Ereignisse beim Biest gesprochen. Die drei verdrehten Schwestern haben auch so anderen Kontakt zu bekannten Figuren aus dem Disney-Universum (wie Maleficent, die böse Stiefmutter aus Schneewittchen,..). Es bleibt also spannend.

Der erste Satz:

„Dunkle Nebelschwaden schlängelten sich wie Tentakel um Ursulas Gestalt und begleiteten sie auf ihrem Weg durch das scheinbar verlassene Städtchen Ipswich..“
– Prolog

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Wie hat mir „Die Einsame im Meer“ gefallen?

Ich habe mich wirklich sehr gefreut, endlich zu erfahren, warum die böse Seehexe Ursula solch einen Groll in sich hegt. Man sagt ja auch, dass man, je älter man wird, die Bösewichte mehr und mehr versteht. Durch dieses Buch sollten ja Fragen geklärt werden und Hintergründe verdeutlicht werden.

Fangen wir zunächst mit dem Schreibstil an: Der erinnert sehr an die klassischen Märchen und entführt den Leser in eine Welt voller Feen und Magie. Das muss man mögen, weil er sich verständlicherweise von den klassischen Jugendromanen, etc. unterscheidet.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, da es meiner Meinung nach passend war.
Die Kapitel hatten auch eine angenehme Länge, sodass man auch mit wenig Zeit voran gekommen ist. Was mir besonders bei den Villains-Büchern aufgefallen ist, ist die Dicke des Papiers (ja ich weiß, enorm wichtiges Thema). Es ist echt unfassbar dick, sodass das Buch auch dicker aussieht, als es eigentlich ist.

Aber der wichtigste Teil ist ja die Geschichte selber. Die hat mir leider nicht so gut gefallen, weil Ursula selbst einfach nicht im Fokus stand. Ich bin mit der Einstellung an das Buch gegangen, dass ich jetzt mehr über sie erfahre. Natürlich ging es auch um Ursula, aber hauptsächlich standen meiner Meinung nach die drei verdrehten Schwestern im Mittelpunkt. Wenn man das weiß und sich darauf einstellt, kann das Buch nochmal ganz anders wirken. Aber mir persönlich hat das missfallen, da so auch nicht die Fragen um Ursula beantwortet werden konnten. Im Prinzip steht man am Ende des Buches am gleichen Punkt wie vorher auch schon.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten. Natürlich ist es auch wild durcheinander möglich, aber andernfalls versteht man einige Hinweise und Andeutungen nicht so ganz. Also : erst „Die Schönste im ganzen Land“ dann „Das Biest in ihm“ und erst dann „Die Einsame im Meer“.

Schlussendlich bin ich der Meinung, dass meine Erwartungen an dieses Buch zu hoch waren bzw. das Buch sie nicht erfüllen konnte. Ursula steht hier nicht genug im Fokus der Handlung, was mein größter Kritikpunkt ist. Allerdings ist „Die Einsame im Meer“ sicherlich eine gute Geschichte / ein gutes Märchen für zwischendurch.

Hier könnt ihr euch das Buch noch einmal genauer ansehen. 😉

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Die Einsame im Meer

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Autor: Serena Valentino
Titel: Die Einsame im Meer
Verlag: Carlsen
ISBN 978-3-551-28034-3
Preis: 12€  für das Hardcover
Seiten: 208

2 Gedanken zu “„Die Einsame im Meer“ – Die Hintergrundgeschichte der Seehexe Ursula

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