„Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ von Lena Kiefer – Das phänomenale Finale  der Trilogie des Jahres

 

ACHTUNG: HIER HANDELT ES SICH UM EINE FORTSETZUNG

Es gibt wohl kaum ein Buch, auf das ich in diesem Jahr so hingefiebert habe, wie das Finale von „Ophelia Scale“. Da war es dann doppelt ärgerlich, dass ich das Buch bei meinen ersten Anläufen in den Buchhandlungen nicht gefunden habe. Stolz wie Bolle habe ich es dann aber direkt gelesen, als ich es in die Hände bekam. Nach „Ophelia Scale – Die Welt wird brennen“ und „Ophelia Scale – Der Himmel wird beben“ war ich unglaublich gespannt, wohin mich Lena Kiefer dieses mal führt und wie Ophelias Geschichte enden wird.

Klappentext:

Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

 

 Was passiert in „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen “?

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Das Buch setzt dort fort, wo der zweite Teil endete. Ophelia befindet sich noch als Doppelagentin bei ReVerse und gibt Informationen des Widerstandes an Maraisville weiter. So kann der König dem Widerstand zuvorkommen. Doch Ophelia steht andauernd unter Strom, da sie Angst hat aufzufliegen. Jye steht ihr zur Seite und unterstützt sie dabei, unerkannt zu bleiben. Nachdem Ophelia bereits die Ausbildung zum Schakal absolviert hat, musste sie sich in der Widerstandsgruppe erst einmal behaupten. Sie musste glaubwürdig versichern, dass sie gegen den König ist und die Abkehr das schlimmste ist, was nur passieren konnte. In ihrem Herzen sehnt sie sich aber nach Lucien – dem König. Er musste den Platz seines verstorbenen Bruders Leopold einnehmen, obwohl er viel lieber mit Ophelia auf einer einsamen Insel gelebt hätte. Eines Tages feiert ReVerse ausgelassen mit viel Alkohol und Ophelias Ex-Freund Knox posaunt in seinem Rausch heraus, dass Ophelia in den König Lucien verliebt ist. Mit der Hoffnung, dass alle Anwesenden die Situation schnellstmöglich vergessen, versuchen Jye und Ophelia gelassen mit der Situation umzugehen. Allerdings hat der Alkoholrausch diese Aussage nicht untergehen lassen. Es regt sich Unmut. Maraisville bekommt das mit, da sie über Ophelias InterLinks alles beobachten können und sie raten der Doppelagentin, die Mission abzubrechen und sie abzuholen. Diese wehrt das aber ab und möchte die Situation selbst klären. Mit Knox kann sie auch noch gut reden und er lässt sich überzeugen, dass das Mist war, was er gesagt hat. Nun müssen sich Jye und Ophelia eine Ausrede für die restlichen Mitglieder überlegen. Mit klopfendem Herzen gehen sie zurück zur Feier und „klären“ die Situation auf. Die Mehrheit des Widerstandes glaubt ihnen auch, aber ein kleiner Teil bleibt skeptisch – wovon Jye und Ophelia zunächst nichts mitbekommen.

Als Ophelia am nächsten Morgen laufen geht, um ihren Kopf frei zu bekommen, taucht vor ihr eine Person auf und bedrängt sie, dass sie sich endlich zeigen soll und die Wahrheit ans Licht kommen muss. Innerlich verabschiedet sich Ophelia bereits von ihrem Leben und sieht wenig Chancen in dem Zweikampf gegen den bewaffneten ReVerse-Anhänger. Niemand hört ihre Schreie, ihre Auseinandersetzung, ihre letzten Worte.

Bis auf ein Sondereinsatzkommando, dass der Doppelagentin unerwarteterweise zur Hilfe eilt…

 

Der erste Satz:

„Los, los, los! Worauf wartet ihr denn“
– Seite 7, Kapitel 1

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Wie hat mir „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ gefallen?

Angst, Vorfreude, Nervenkitzel. Das waren meine Emotionen während und bevor ich dieses Buch gelesen habe. Ich wollte ehrlichgesagt nicht, dass mich Ophelia schon verlässt. Diese Trilogie gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights 2019.

Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn man den zweiten Band direkt vor dem dritten gelesen hätte. Anfänglich war ich nämlich sehr verwirrt, wo wir uns befinden und was gerade Sache ist. Eventuell wäre eine kleine Zusammenfassung auch hilfreich gewesen. Nach ungefähr 50 Seiten habe ich mich aber eingegrooved und war wieder voll bei der Abkehr, Maraisville und Ophelia.

In diesen 500 Seiten passiert so viel, dass es schwer ist, einen Überblick zu behalten und alle Erlebnisse zu verarbeiten. Das meine ich aber absolut nicht negativ. Für einen finalen Band gehört sich das so. Gerade bei dieser Thematik. Der schnelle Ablauf der Geschichte hat mich als Leser gebannt an den Seiten kleben lassen und durch das Buch fliegen lassen.

Lucien de Marais hat in diesem Buch eine enorm wichtige Rolle eingenommen. Der König von Europa hat Verantwortung und muss sich dem Widerstand stellen. Da ist es völlig normal, dass das emotional belastend ist. Er zeigt in „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ eine andere Seite, die mir persönlich auch gut gefallen hat. Ophelias Zweifel an der Beziehung zu Lucien wirken so real und verständlich. Die beiden trennt eine unsichtbare Mauer und das hat Lena Kiefer richtig gut verarbeitet.

Der Schreibstil und die Satzführung haben zum Lesefluss beigetragen und waren sehr angenehm für mich zu Lesen. Dadurch, dass die Kapitel auch relativ kurz/mittelmäßig waren, konnte ich als Dauerpendlerin das Buch auch gut im Zug lesen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende. Darauf möchte ich auch gar nicht detailliert eingehen, aber ich persönlich fand es minimal enttäuschend, aber das muss ja jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Zu dem Cover möchte ich auch kurz noch zwei drei Worte verlieren. Da die Scale Reihe ähnliche Cover hat, könnte man meinen, dass es da kaum einen Unterschied gäbe. Allerdings hat mir das Cover von „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ am besten gefallen. Für mich wirkt Ophelia am durchsetzungsstärksten und entschlossensten. Außerdem ist die Farbe total meins 😉

Schlussendlich will ich jedem Dystopie, Jugendbuch, „Tribute von Panem“/“Die Bestimmung“-Fan die Trilogie von Ophelia Scale ans Herz legen. Alle drei Bücher sind unglaublich spannend, emotional und behandeln ein hochaktuelles Thema ohne mit dem pädagogischen Zeigefinger heranzugehen. Lena Kiefer hat damit eine Welt geschaffen, die mich noch lange begleiten wird und die ich hoffentlich auch gut an andere weitergeben kann!

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen

Autorin: Lena Kiefer
Titel: Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen (dritter Teil der Scale Reihe)
Verlag: cbj von RandomHouse
ISBN 978-3-570-16557-7
Preis: 18€  für das Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 512
Erschienen am: 11. November  2019

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “„Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ von Lena Kiefer – Das phänomenale Finale  der Trilogie des Jahres

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