Meine Jahreshighlights 2019

Das Jahr ist mal wieder wie im Flug vergangen und ich habe so viele Bücher wie noch nie gelesen. Insgesamt waren es 86 Bücher (Stand: 27. Dezember – Vielleicht geschehen noch Wunder 😉 ) Aus dieser riesigen Sammlung möchte ich euch heute meine 5 (+3) Jahreshighlights empfehlen, die mich besonders berührt, mitgenommen, emotional bewegt oder nachdenklich haben werden lassen.

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Die Ophelia Scale – Reihe von Lena Kiefer

Es wäre überraschend, wenn ich die Reihe nicht in meinen Highlights des Jahres haben würde. Die Trilogie hat mich konstant das Jahr über begleitet und hat (bedauerlicherweise) auch schon ihren Abschluss in „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ gefunden. Lena Kiefers Debüt ist phänomenal durchgestartet und wurde auch mit einem Lovelybooks-Leserpreis geehrt.
In der Reihe verfolgen wir Ophelia Scale. Die junge und unfassbar starke Protagonistin kämpft gegen die Regierung und kann nicht nachvollziehen, weshalb jegliche Technologie abgeschafft wurde. Mit ihrer Widerstandsgruppe ReVerse schmiedet sie einen Plan, wie sie in das Königreich Maraisville kommt und den König stürzen möchte. Doch hinter allem steckt noch so viel mehr.
Mehr möchte ich ehrlicherweise nicht verraten, da hinter jeder Ecke eine neue Überraschung wartet, die nicht nur Ophelia vor neue Herausforderungen stellt.
Ganz große Empfehlung für Fans von Dystopien! Mit einer starken weiblichen Protagonistin!


Eve Of Man – Die letzte Frau von Giovanna und Tom Fletcher

Stell dir vor, du bist die letzte Frau auf der Welt, die noch Kinder zeugen könnte. Du bist die letzte Hoffnung der Menschheit!
Das ist grob die Geschichte von Eve. Sie wird ihr Leben lang behütet und beschützt, weil ihr einziger Zweck ist, die Art der Menschen zu erhalten. Meiner Meinung nach haben die Fletchers ein grandioses Buch geschrieben – es mir da auch relativ egal, was andere dazu sagen. „Eve of Man“ hat mich gefesselt, in den Bann gezogen und mich gezwungen, das Buch so schnell wie möglich zu beenden. Die Protagonistin ist interessant gestaltet und die Handlung kurvenreich. Gerade dieses Buch kann ich mir sehr gut als Verfilmung vorstellen und ich bin sowas von gespannt, wie es weiter geht (auf Englisch erscheint der zweite Teil Mitte April 2020).


Seelenschnitte von Claudia Giesdorf

Puh, ich weiß gar nicht, wie oft ich in diesem Jahr schon erwähnt habe, wie gut mir „Seelenschnitte“ von der lieben Claudia gefällt. Aber einmal mehr kann ja auch nicht schaden 😉
In diesem Psychothriller geht es um die Ängste einer Mutter und darum, wie unsere Sinne uns doch manchmal täuschen können. Victoria Bachmann durchlebt in ihrem Urlaub unbeschreibliche Ängste um ihre Tochter. Ein Traum bringt ihr gesamtes Leben durcheinander und macht sie nun noch viel anfälliger für jede kleinste Ungereimtheit.
Ein grandioses Buch mit Tiefgang und Nachdenklichkeitsfaktor. Claudia hat bereits ihren nächsten Psychothriller geschrieben („Das Licht am Ende“) und ich bin schon unheimlich gespannt, ihn nach der großartigen Lesung selbst zu lesen.


Schamlos von Amina Bile, Sofie Nesrine Srour und Nancy Herz

Ein komplett anderes Buch war „Schamlos“. Es sieht schon von außen unglaublich toll aus und beschäftigt sich mit einem unfassbar wichtigen Thema, zu dem viele von uns in Deutschland keinen oder nur einen kleinen Zugang haben. In dem Buch werden viele Themen angesprochen, die in muslimischen Familien ein Problem darstellen können. Schwimmunterricht, erste Liebe, Menstruation,… Aber das Buch hebt nicht den mahnenden Zeigefinger und sagt, wie schlecht der Islam ist, sondern es berichtet einfach darüber. Das ist mir besonders wichtig und das haben die Autorinnen auch sehr gut umgesetzt.
„Schamlos“ ist auf jeden Fall einen Blick wert.


Drei Schritte zu dir von Rachel Lippincott, Mikki Daughtry und Thomas Iaconis

Ob ich jemals von den typischen „Krankenhauslovestorys“ wegkomme? Ich glaube nicht. Auch „Drei Schritte zur Dir“ ist so ein typisches „TFIOS“-Buch, in dem zwei Jugendliche schwerkrank sind und sich im Krankenhaus kennen und lieben lernen. Das Buch von Rachel Lippincott, Mikki Daughtry und Thomas Iaconis wurde in diesem Jahr auch verfilmt und die DVD ist seit gestern in meinem Besitz – ich bin so gespannt, wie der Film geworden ist. Die Geschichte und das Buch waren herzzerreißend und emotional. Die beiden Protagonisten Will und Stella haben beide eine schwere Lungenerkrankung. Wenn sie sich zu nahe kommen, dann wird vermutlich einer sterben. Ihre Immunsysteme sind so angegriffen, dass sie sich nur auf 3 Schritte nähern dürfen. Doch kann Liebe so funktionieren? Ein wirklich spannendes Thema wurde hier sehr gut aufgearbeitet. Nach dem Buch musste ich erstmal tief durchatmen.


Die Bestimmung von Veronica Roth

Mir ist bewusst, dass diese Trilogie schon mehrere Jahre alt ist. Aber ich habe sie erst dieses Jahr gelesen und ehrlicherweise muss ich auch dazu sagen, dass ich sie noch nicht beendet habe. Stand heute bin ich erst beim zweiten Teil und Kapitel 30/35, allerdings finde ich diese Bücher bis dato so gut, dass ich sie mit in meine Jahreshighlights packen möchte. Zur Geschichte möchte ich in diesem Fall nicht all zu viel sagen, weil schon der Anfang rasant und spannend ist. Ich verrate nur so viel: Dystopie, Liebe und Unangepasstsein.


Momo von Michael Ende

Und mir ist auch bei dem Buch bewusst, dass es schon mehrere Jahrzehnte alt ist. Aber ich habe „Momo“ in diesem Oktober das erste Mal gelesen. Anlass dafür waren die neuen Schmuckausgaben aus dem Thienemann-Esslinger Verlag. Das kleine Mädchen, was gegen die grauen Männer und quasi auch gegen die Zeit kämpft, begeistert doch bestimmt jeden. Außerdem hat mich das Buch nachdenklich machen lassen. Im Leben geht es doch immer nur um die Entscheidung „Geld gegen Zeit“. Wenn man viel Geld haben möchte, dann verbüßt man viel Zeit auf der Arbeit. Und wenn man viel Zeit haben möchte, ist man vermutlich ständig knapp bei Kasse. In „Momo“ möchten die Menschen ihre Zeit auf einer Bank anlegen und für das Alter sparen, doch sie arbeiten sich so kaputt, dass sie unfassbar traurig und lethargisch werden. Vielleicht hätte es ohne Momo kein „Alter“ gegeben.
Gerade heute ein wirklich wichtiges Buch!


Dem Horizont so nah von Jessica Koch

Ein wirklicher Schinken ist „Dem Horizont so nah“, was in diesem Jahr auch verfilmt wurde. Ohne die Schwärmereien einiger Bookstagrammer hätte ich das Buch vermutlich nicht in die Hand genommen. Aber ich bereue es definitiv nicht. Jessica und Danny lernen sich Ende der 90-Jahre kennen und absolut nicht lieben. Zumindest Jessica kann Danny anfangs gar nicht leiden und möchte ihn nur schnell wieder loswerden. Dass diese Geschichte noch nicht zu Ende sein kann, lassen die kommenden 500 Seiten erahnen. Eine Beziehung mit vielen Höhen und Tiefen und einem großen Geheimnis. Danny ist krank, versucht es aber vor Jessica zu verheimlichen, bis sie es herausfindet. Dadurch, dass es sich hierbei um eine reale Geschichte handelt, ist es gleich doppelt und dreifach berührend, was den beiden widerfährt.
Ein Buch, bei dem man definitiv ein oder zwei Taschentücher bereit halten sollte!

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