„Das gestohlene Kind“ von Tamer Bakiner – Eine spannende Suche und Hintergründe zur Detektivarbeit

Das Buch darfst du nicht lesen, wenn es dunkel draußen ist“, habe ich mir gedacht, als ich den Klappentext gelesen habe. „Das gestohlene Kind“ verspricht Spannung beschäftigt sich mit einem Thema, das so furchtbar ist, dass man es sich gar nicht vorstellen mag. Kindesentführungen. Doch hinter dem Buch versteckt sich noch so viel mehr…

Klappentext:

Kindes-Rückführung aus Thailand:
ein dramatischer, actionreicher True-Crime-Thriller von Privat-Ermittler Tamer Bakiner, der auf einem wahren Fall basiert.

In der Ehe von Alexander Bergmann und seiner thailändischen Frau Suna stehen die Zeichen auf Sturm. Immer öfter zieht es Suna in ihre Heimat; immer weniger interessiert sie sich für Alexander und sein Leben. Eines Tages ist Suna spurlos verschwunden – und mit ihr die kleine Elara, ihre gemeinsame Tochter.
In größter Verzweiflung bittet Alexander eine Freundin, die Psychologin Florentine Fuchs, um Hilfe. Als er unangemeldet in ihre Praxis stürmt, sitzt dort ihr neuester Klient, ein Mann, dem sie gerade mühsam klarzumachen versucht, dass jeder einmal eine Ruhepause braucht. Es ist Privatermittler Malik Martens – seines Zeichens Spezialist auf dem Gebiet der Kindes-Rückführung.
Malik zögert nicht lange. Er nimmt sich des Falles an und ahnt noch nicht, dass er all sein Können, all seine Erfahrung und schließlich auch Florentines spezielle Fähigkeiten brauchen wird, um die kleine Elara aufzuspüren. Doch das ist erst der Beginn …

 Was passiert in „Das gestohlene Kind“?

Malik Martens ist Privatermittler mit den Spezialgebieten Wirtschaftskriminalität und Kindesrückführungen. Er ist auf der gesamten Welt unterwegs und bringt sich dabei teilweise selbst in größte Gefahr. Als er eines Tages von einem Fall nach Frankfurt zurück kommt, spielt sein Körper verrückt. Rasender Puls, Schwindel und sonstige Anzeichen deuten auf Panikattacken hin. Doch erst durch die eindringlichen Worte seines einzigen richtigen Freundes HPL nimmt sich Malik die Sache zu Herzen. HPL empfiehlt ihm Florentine Fuchs, bei der HPL gute Erfahrungen gemacht hat. Die Psychotherapeutin hat ihren Sitz in einem kleinen, schlanken Häuschen in Frankfurt und ist seit Jahren mit Alexander Bergmann befreundet. Dieser steckt in einer Krise, denn seine zweite Frau Suna macht ihm Ärger. Sein Schwiegervater in Thailand braucht dringend eine Organtransplantation, doch Alexander sieht nicht ein, neben den Unterhaltszahlungen für seine beiden Söhne und seine Ex-Ehefrau auch noch sein Geld in einen Mann zu investieren, den er noch nie gesehen hat. In Thailand, wo Suna geboren wurde, ist es aber üblich, die gesamte Familie zu heiraten und zu versorgen. Doch das wusste Alexander so nicht und sieht es auch jetzt nicht ein. Aus diesem Grund ist Suna wieder in ihren ehemaligen Job zurückgekehrt: Eskortdame. Sie findet sich selbst und die Männer ekelhaft, aber es ist unbestreitbar, dass man in diesem Job viel Geld verdienen kann. Doch sie muss es vor ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter Elara verbergen. Alexander wird von seiner Exfrau angerufen und die steckt ihm, dass Suna im Eskortbuisness tätig ist. Daraufhin stellt er Suna zur Rede und droht ihr damit, dass er Elara alleine aufzieht und sich von ihr trennt. Sunas Kurzschlussreaktion darauf ist, sich Elara zu schnappen und mit den wichtigsten Sachen nach Thailand zu fliegen.

Hier kommt Malik Martens wieder ins Spiel. Er wird eingeschalten, um Elara wieder nach Deutschland zu bringen.

Der erste Satz:

„Das kleine Mädchen rannte los.“
– Prolog, Seite 5

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Wie hat mir „Das gestohlene Kind“ gefallen?

Puh, harte Kost. Vor einigen Tagen habe ich auch eine Reportage von Tamer Bakiner gesehen und konnte so nochmal in seine Arbeit eintauchen. Super spannend. Kommen wir nun zum Buch:

Leider ist mir besonders hängen geblieben, dass dieses Buch zwar „Das gestohlene Kind“ heißt, es aber in über 50 % des Buches nicht darum geht. Anfänglich begleitet der Malik Martens auf einem Fall in der Türkei, bei dem er der Produktpiraterie auf der Schliche rückt. Außerdem dauert es durch die vielen Protagonisten relativ lange, jede Figur einzuführen und den Hintergrund zu erklären. Das raubt schon viel Zeit.

Die Charaktere (insbesondere Suna, Malik und Alexanders Exfrau) wurden interessant gestaltet und der Verlauf ist unvorhersehbar. Das ist definitiv ein Pluspunkt des Buches.

Obwohl ich anfangs vom langsamen Verlauf der Geschichte enttäuscht war, wurde es zum Ende hin ganz schön rasant.

ACHTUNG SPOILER
Leider bin ich dennoch vom schlussendlichen Ende sehr enttäuscht. Die Reise endet nicht in Deutschland und ich war sehr daran interessiert, wie Elara auf Alexander trifft, was ich leider nicht erfahren habe.
SPOILER ENDE

Durch den Autoren Tamer Bakiner, der selbst in dem Bereich arbeitet, habe ich als Leserin einen sehr ausführlichen Einblick in die Arbeit bekommen. Das hat mir richtig gut gefallen, da es so auch sehr authentisch geworden ist.

Das Buch „Das gestohlene Kind“ hat meiner Meinung nach für mich leider mehr versprochen als es gehalten hat. Tamer Bakiner und Matilda Walzer haben ein interessantes Buch geschrieben, was Potenzial hatte mein Herzschlag zu erhöhen. Für True-Crime-Anfänger und Detektiv-Interessenten ist das Buch einen Blick wert, aber ich werde es nicht noch einmal lesen, weil es mich nicht begeistert hat.

Aber hier könnt ihr euch das Buch noch einmal genauer ansehen 😉

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Das gestohlene Kind

Autoren: Tamer Bakiner und Matilda Walzer
Titel: Das gestohlene Kind
Verlag: Knaur TB
ISBN 978-3-426-52520-3
Preis: 14,99€  für die Klappenbroschur
Seiten: 368
Erschienen am: 02. Dezember 2019

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